Alternativen gefordert

Wirtschaftsforscherin über russisches Gas: „Wir laufen in Gefahr, erpressbar zu werden“

Mecklenburg-Vorpommern, Lubmin: Blick auf Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1.

Mecklenburg-Vorpommern, Lubmin: Blick auf Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1.

München/Brüssel. Ein Stopp russischer Energielieferungen könnte Deutschland nach Schätzung des Ifo-Forschungsnetzwerks EconPol Europe drei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung kosten. „Deutschland sollte die Abhängigkeit von russischem Gas schnell und entschlossen reduzieren. Ohne entsprechende Maßnahmen heute laufen wir Gefahr, im kommenden Winter erpressbar zu werden“, sagte Karen Pittel, Leiterin des Ifo-Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, am Montag in München.

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Russisches Gas ersetzen?

Die russischen Gasimporte zu ersetzen, sei kompliziert, heißt es in der EconPol-Studie. Mit Atomenergie und Kohle und Gasimporten aus anderen Ländern ließe sich das Defizit kurzfristig nur zum Teil ausgleichen. Dabei hätten sich weite Teile der Industrie noch nicht von den Corona-Folgen erholt, sagte Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

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Daher sollte die Politik Anreize zu Ersatz und Einsparung fossiler Energien sofort erhöhen, um die Gefahr noch härterer Anpassungen in diesem oder kommenden Jahr zu vermeiden. „Da die Preise sich im Zuge dessen noch weiter erhöhen, müssten gezielte Unterstützungsmaßnahmen für besonders betroffene Industrien und gesellschaftliche Gruppen ergriffen werden“, sagte Pittel.

RND/dpa

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