Bunt, bequem und britisch: Der Landhausstil ist das neue Stadt-Land-Muss der Mode

Neu am aktuellen Countrylook ist nicht nur das Einbinden von sonst stilfernen Elementen wie Jeansstoffen, sondern auch anderer Farben als üblich.

Neu am aktuellen Countrylook ist nicht nur das Einbinden von sonst stilfernen Elementen wie Jeansstoffen, sondern auch anderer Farben als üblich.

Es gibt eine ungeschriebene Regel in der britischen Kleidungsordnung: No brown in town – trage in Städten niemals braun. Ganz traditionell gilt: Schuhe haben schwarz zu sein, Anzüge grau, dunkelblau oder schwarz, und auch bei Krawatten zeigt Mann gern lila oder sogar rosa, niemals aber Erdtöne. Der Grund ist simpel: Braun bedeutet in England so viel wie Landleben – denn an braunen Schuhen sieht man den Dreck nicht sofort. Wer aber mit braunen Schuhen in der Londoner City gesehen wird, dem haftet das Image an, gerade übers Feld gelaufen zu sein. Soweit die Theorie.

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In Corona-Zeiten halten nun aber plötzlich auch Erdtöne in den städtischen Alltag Einzug – nicht nur in London, Edinburgh und anderen britischen Großstädten, in denen wegen der Homeofficeoffensive vieler Unternehmen zeitweise kaum noch Geschäftsleute unterwegs waren; auch in Deutschland ist der Landhausstil auf dem Vormarsch. Und auch hier ist er das aus nachvollziehbaren Gründen.

An tristen Lockdowntagen lohnt sich bequeme und praktische Kleidung

Was machen Sie so an tristen Lockdowntagen? Sie gehen spazieren, vielleicht sogar wandern – und das selbst bei Regen. Weil wir derzeit bei Wind und Wetter ins Freie wollen, decken wir uns mit wetterfesten und ländlich wirkenden Kleidungsstücken ein. Die Corona-Pandemie ist ein Stück weit auch die Rückkehr von Wachsjacke, Trenchcoat und Kopfbedeckungen jeglicher Art. Genauer gesagt: Unter Modefans ist der englische Countrylook angesagter denn je. Dabei ist das Aufleben des gesamten sogenannten Brit Chic zwar nicht brandneu, er hat aber in den vergangenen Monaten eine erhebliche Beschleunigung erlebt – nicht zuletzt durch Unterstützung von ganz oben.

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Darauf kommt es bei der englischen Landhausmode an

Auch Großbritanniens Royal Family zeigt sich in jüngster Zeit wieder vermehrt im Landhausstil – wie früher bereits die Queen, so sind auch Prinz Charles, Herzogin Kate oder Prinz William immer mal in Wachsjacke oder Tweedsakko zu sehen. Tweed stehe stellvertretend für hohe, robuste Qualität und zeitlose Eleganz, erklärt Modeberater Andreas Rose aus Frankfurt. Beides sei sehr typisch für Mode von der Insel. Auch Leinen, hochwertige Baumwolle oder Leder sind typische Stoffe der englischen Landhausmode. Der Stil lebt aber auch von den Kontrasten: „Man kann beispielsweise eine Seidenbluse schön mit einem Tweedblazer und einer lässigen Jeans kombinieren“, sagt Typberaterin Valeriya Licht aus Berlin „Oder einen Lederblazer zur Hose aus Tweed.“

Der Countrylook 2021: Breite Stoffauswahl und bunte Farben

Neu am aktuellen Countrylook ist nicht nur das Einbinden von sonst stilfernen Elementen wie der Jeans, sondern auch anderer Farben als üblich. Modeexperte Rose hat auch Einflüsse aus anderen Modestilen ausgemacht. „So werden jetzt Gummistiefel zu femininen Kleidern getragen – auch in der Stadt.“ Neben den Edelgummistiefeln zählen bei den Schuhen die Chelseaboots zum Look. Lange Zeit war die knöchelhohe Stiefelette ein reiner Männerschuh, heute jedoch werden Chelseaboots auch von Frauen getragen.

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Zur Countrymode gehört übrigens auch ein Kleidungsstück, das bei uns längst nicht mehr als solches gesehen wird, sondern als eines der Standardelemente der städtischen Büroarbeiter: Der Trenchcoat. Der Schneider Thomas Burberry entwickelte den Mantel einst für britische Soldaten im Ersten Weltkrieg, er ist besonders bei Regen robust. Das und seine Alltagstauglichkeit in so vielen Situationen hat ihn zu einem weltweit beliebten Kleidungsstück gemacht.

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