Dieser Frosch legt seine Eier in fleischfressende Pflanzen – auch die Kaulquappen entwickeln sich dort

Malaysia, Borneo: Ein Frosch der Art Philautus nepenthophilus sitzt auf einer Nepenthes mollis Pflanze. Die neu entdeckte Froschart im Dschungel von Borneo lässt ihre Eier in der Obhut von fleischfressenden Pflanzen.

Malaysia, Borneo: Ein Frosch der Art Philautus nepenthophilus sitzt auf einer Nepenthes mollis Pflanze. Die neu entdeckte Froschart im Dschungel von Borneo lässt ihre Eier in der Obhut von fleischfressenden Pflanzen.

Kuching/Bern. Eine neu entdeckte Froschart im Dschungel von Borneo lässt ihre Eier in der Obhut von fleischfressenden Pflanzen. Auf drei Expeditionen haben Forscher gleich mehrere Exemplare des „Kannenpflanzenliebhabers“ (Philautus nepenthophilus) gefunden, teilte das Naturhistorische Museum Bern mit.

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Die nur 25 bis 30 Millimeter großen und eher unscheinbar wirkenden Amphibien legten ihre ungewöhnlich großen Eier in der Flüssigkeit der Kannenpflanze „Nepenthes mollis“ ab, in der die geschlüpften Kaulquappen später auch ihre Entwicklung vollendeten, hieß es. Diese jetzt entdeckte Symbiose komme sowohl Pflanze als auch Frosch zugute. Die Kannenpflanze biete einen geschützten Raum für die Entwicklung der Kaulquappen. Diese wiederum lieferten mit ihren Ausscheidungen Nährstoffe für die Pflanze.

Tropische Baumbewohner

Das Museum sprach von einer „außergewöhnlichen neuen Froschart“ mit einer „spektakulären Lebensweise“. An den Expeditionen nahmen neben Stefan Hertwig, Leiter und Kurator Herpetologie des Berner Museums, auch internationale Forscher von der Universität Bern, der Universiti Malaysia Sarawak und dem Centrum für Naturkunde Hamburg (CeNak) teil.

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Der „Kannenpflanzliebhaber“ gehört zu den sogenannten „Ruderfröschen“, tropischen Baumbewohnern, die mit 431 Arten in Afrika und Asien verbreitet sind. Das erste Exemplar wurde in der Nähe einer kleinen Siedlung im Pulong Tau Nationalpark in der Region Sarawak entdeckt, die zu Malaysia gehört.

Die unzugängliche Bergregion liegt auf mehr als 2000 Meter Höhe. Die Vegetation ist dicht, vorherrschend sind kühle Temperaturen und viele Niederschläge.

RND/dpa

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