Körpersprache der Tiere deuten

Keine Kratzer mehr: Wie Sie das Verhalten Ihrer Katze besser verstehen

Eine Katze läuft fröhlich durch das Gras – oder?

Eine Katze läuft fröhlich durch das Gras – oder?

Autsch! Kratzt eine Katze, brennt die Wunde fürchterlich. Manchen Menschen sind die Tiere deshalb nicht geheuer. Es wirkt auf sie, als greife die Katze ganz plötzlich und ohne Vorankündigung an. Doch das stimmt nicht. Genauso wie Hunde zeigen Katzen auf vielerlei Weise, wie es ihnen gerade geht – und wann man sie lieber nicht (mehr) streicheln sollte.

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Wer das Verhalten zu deuten weiß und richtig reagiert, kann die allermeisten Kratzer vermeiden. Auf welche körperlichen Signale der Katze man achten sollte – von Kopf bis Schwanz.

Was die Ohren einer Katze verraten

Die Ohren von Katzen sind äußerst beweglich. Die Tiere hören damit nicht nur, sondern zeigen auch ihre Stimmung. Klappen Katzen ihre Ohren schräg nach hinten gen Kopf, signalisiert dies Angst. Ein ärgerliches Tier hat aufgerichtete Ohren, die weit nach hinten gedreht sind. „Je steiler sie stehen und je mehr von der Rückseite von vorne zu sichtbar ist, desto größer ist die Angriffsbereitschaft“, erklärt Helga Hofmann in ihrem Buch „300 Fragen zum Katzenverhalten“ (Gräfe und Unzer Verlag, 12,99 Euro). Jetzt gilt: Hände weg vom Fell!

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Eine neugierige oder entspannte Katze hat in der Regel aufgerichtete Ohren, die nach vorn zeigen.

Diese Katze ist nicht so gut gelaunt.

Diese Katze ist nicht so gut gelaunt.

Was das Maul einer Katze verrät

Schleckt eine Katze einen Menschen ab, ist das ein Beweis großer Zuneigung – wenn nicht gerade die Reste eines Brathähnchens an den Fingern kleben. Untereinander putzen sich nur Tiere gegenseitig, die sich sehr mögen.

Katzen knurren oder fauchen, wenn sie sich erschrecken oder bedroht fühlen. Manche Katzen knurren zwar auch, wenn sie ihr Lieblingsspielzeug erbeutet haben, lassen sich dieses aber ohne Probleme von Besitzerin oder Besitzer abnehmen. Doch wer das Tier nicht gut kennt, sollte Abstand nehmen, sobald es drohende Laute von sich gibt oder sich dabei sogar noch duckt. In der Regel flieht die Katze dann, statt zu kämpfen.

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Was die Augen einer Katze verraten

Um Kontakt mit einer fremden Katze aufzunehmen, ist langsames Blinzeln eine gute Methode. Blinzelt das Tier zurück, heißt das: Ich bin nicht gefährlich und du bist es hoffentlich auch nicht. Es handelt sich also um eine freundliche Geste, sie „beschwichtigt und drückt die eigene Harmlosigkeit aus“, schreibt Buchautorin Hofmann. Untereinander blinzeln Katzen sich an, um aggressivem Verhalten vorzubeugen. Denn das kurze Schließen der Augen unterbricht den Blickkontakt. Entspannte Katzen dösen oft mit halb geschlossenen Augenlidern.

Das Gegenteil ist das sogenannte Drohstarren. Damit versuchen Katzen, ihr Gegenüber einzuschüchtern. Manchmal dient das Anstarren unter Artgenossen dazu, die Rangfolge (neu) festzulegen. Wer zuerst wegschaut, hat verloren. Auch Menschen sollten Katzen nicht länger anstarren. Auf die Tiere wirkt dies bedrohlich – im schlimmsten Fall greifen sie an.

Diese Katze ist ängstlich.

Diese Katze ist ängstlich.

Die Pupillen von Katzen zeigen, wie sich das Tier fühlt. Sind sie sehr geweitet, haben die Katzen Angst. Manchmal sträuben sie dabei noch ein bisschen das Fell. Verengte Pupillen sind ein Zeichen für eine aggressive Stimmung – oder dafür, dass die Katze gerade in die Sonne gestarrt hat.

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Was die Körperhaltung einer Katze verrät

Rollt sich eine Katze auf den Rücken und präsentiert ihren Bauch, signalisiert sie damit Vertrauen gegenüber dem Menschen. Kraulen lassen sich aber nur die wenigstens Tiere am Bauch. Es handelt sich eben um eine sehr verwundbare Stelle des Körpers.

Zeigt sie dagegen den Katzenbuckel mit gesträubten Fell und buschigem Schwanz, ist das als Drohgebärde zu verstehen. Manche Katzen bekommen zudem einen buschigen Schwanz, wenn sie sich erschrecken.

Reagiert eine Katze gleichgültig statt mit Anschmiegen an die Hand aufs Streicheln, sollte man sie ebenfalls besser in Ruhe lassen. Das Tier signalisiert, dass es keine Lust hat, gestreichelt zu werden. Lässt der Mensch nicht von ihr ab, wird sie sich irgendwann mit den Krallen wehren. Sowieso: Einer Katze plötzlich ins Fell zu greifen, ist keine gute Idee. Besser erst einmal die Hand langsam gen Gesicht halten. Schnuppert das Tier daran oder schmiegt sich an, darf man es vorsichtig knuddeln.

Was der Schwanz einer Katze verrät

Ist der Schwanz steil aufgerichtet, freut sich die Katze, jemanden zu sehen. Hängt der Schwanz entspannt herab, fühlt sich das Tier wohl und sicher.

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Wenn die Katze mit dem Schwanz wedelt, ist das kein Zeichen für Freude. Der zuckende Schwanz signalisiert Aufregung, Unschlüssigkeit oder aufkeimenden Ärger. Ist das Tier einem nicht vertraut, sollte man nun besser Abstand halten. Je stärker die Katze den Schwanz bewegt, desto angespannter ist sie.

Was die Pfoten einer Katze verraten

Es gibt eine Situation, in der Katzen die Krallen benutzen, dies aber außerordentlich freundlich meinen. Nämlich dann, wenn sie „treteln“, also auf dem Schoß eines Menschen oder einer Decke rhythmisch mit den Vorderpfoten treten und dabei die Krallen ausfahren.

Beim „Treteln" fahren viele Katzen die Krallen aus.

Beim „Treteln" fahren viele Katzen die Krallen aus.

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Diese Bewegung ist als „Milchtritt“ bekannt. Denn als Kind nutzte die Katze das Treteln, um den Milchfluss der Mutterkatze anzuregen. Expertin Hofmann schreibt in ihrem Buch: „Mit ihrem Kleinkindverhalten demonstriert die Katze, dass sie sich wohlfühlt. Deshalb sollten Sie sie auch nicht enttäuschen und sie wegschieben oder gar mit ihr schimpfen.“

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