Leck in Tankschlauch

Nasa sagt Start von Mondrakete „Artemis 1″ erneut ab – kein neuer Versuch kommende Woche geplant

Die Artemis-Rakete der Nasa mit der Orion-Kapsel an Bord bewegt sich zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center.

Die Artemis-Rakete der Nasa mit der Orion-Kapsel an Bord bewegt sich zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat auch den zweiten Startversuch einer unbemannten Mond-Mission abgebrochen. Die Start-Leiterin von „Artemis I“, Charlie Blackwell-Thompson, habe den Versuch wenige Stunden vor dem geplanten Start am Samstag abgesagt, wie ein Sprecher mitteilte. Zuvor hatte die Nasa bereits ein Leck in einem Tankschlauch bestätigt. Mehrere Versuche, dieses Problem zu lösen, waren gescheitert. Der Start war in einem zweistündigen Zeitfenster ab 20.17 Uhr deutscher Zeit geplant.

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Kommende Woche kein neuer Versuch

Nach dem erneut fehlgeschlagenen Start der unbemannten Mondmission „Artemis 1″ wird die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der kommenden Woche keinen neuen Versuch unternehmen. Das Team untersuche derzeit, warum es zu den Problemen kam und welche Reparaturen nötig sind, sagte Nasa-Manager Jim Free am späten Samstagabend deutscher Zeit auf einer Pressekonferenz. Noch könne man nicht sagen, ob ein erneuter Startversuch schon im nächsten (19.9. bis 4.10.) oder im übernächsten möglichen Zeitfenster (17.10. bis 31.10.) erfolgen werde. Montag und Dienstag will das Team weiter beraten.

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Ein erster Startversuch von „Artemis I“ war vergangenen Montag ebenfalls wegen eines Tanklecks abgebrochen worden. Außerdem hatte ein Triebwerk nicht auf die nötige Temperatur heruntergekühlt werden können. Als weitere mögliche Starttermine hatte die Nasa danach neben Samstag auch Montag, den 5. September genannt. Der rund 40 Tage dauernde unbemannte Testflug der „Artemis“-Mission soll die Rückkehr zu bemannten Flügen zum Mond einläuten.

Esa-Astronaut Alexander Gerst schrieb bei Twitter, dass solche Probleme bei Teststarts komplexer Systeme nicht überraschend seien. „Nach dem Startversuch ist vor dem Startversuch“, ergänzte er. „Es ist die richtige Entscheidung. Sicherheit kommt zuerst“, schrieb der Direktor der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, Josef Aschbacher, ebenfalls bei Twitter.

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In der Orion-Kapsel an der Spitze der 98 Meter hohen Rakete sitzen drei Dummies, die im Laufe von sechs Wochen um den Mond und dann zurück zur Erde fliegen sollten. Es wäre der erste Nasa-Flug dieser Art seit dem Apollo-Programm vor 50 Jahren. In zwei Jahren sollen dann Astronauten in eine Mondumlaufbahn gebracht werden.

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Die Ingenieure betonten am Donnerstagabend, alle vier Haupttriebwerke arbeiteten einwandfrei. Ein fehlerhafter Sensor habe dazu geführt, dass in einem von ihnen am Montag eine zu hohe Temperatur angezeigt worden sei. Die Triebwerke müssen beim Start auf minus 250 Grad Celsius abgekühlt werden, damit sie dieselbe Temperatur haben wie der flüssige Wasserstoff. Geschieht das nicht, könnten die Triebwerke beschädigt werden und sich während des Fluges automatisch abschalten.

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Der 4,1 Milliarden Dollar teure Testflug ist Teil des Artemis-Programms der Nasa zur Erforschung des Mondes. Es ist benannt nach der Zwillingsschwester von Apollo in der griechischen Mythologie. Ziel von Artemis ist eine dauerhafte Mondstation.

RND/dpa/AP/seb

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