Zum Weltkatzentag

Sechs Fakten, die Sie noch nicht über Katzen wussten

Geliebter Schleichjäger: Katzen sind das häufigste Haustier der Deutschen.

Geliebter Schleichjäger: Katzen sind das häufigste Haustier der Deutschen.

Sie tapsen durch unsere Wohnungen, über die Bildschirme unserer Smartphones und (mancherorts unerlaubterweise) über unsere Sofas. Katzen sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Die Schleichjäger haben aber nicht nur ihren eigenen Kopf, sondern auch ihren eigenen Ehrentag. Jedes Jahr am 8. August feiern „Meowmys” und „Pawpys” – wie sich manche Katzenmamas und Katzenpapas bei Instagram nennen – ihr Lieblingstier.

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Und auch bei Forschenden scheinen Katzen beliebt zu sein. Jedenfalls schaffen es regelmäßig Studien rund um die flauschigen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner in die Schlagzeilen. Es folgt: eine Auswahl von Fakten aus der Wissenschaft rund um Katzen – von entzückend bis ekelerregend.

1. Katzen mögen wohl kein Heavy Metal

Katzen hören lieber klassische Musik als dröhnende Heavy-Metal-Songs – zumindest unter Narkose. Das haben Forschende der Universität Lissabon herausgefunden. Zwölf Katzen setzten sie während einer Operation Kopfhörer auf und spielten ihnen je zwei Minuten lange Musikstücke der Genres Klassik, Pop und Heavy Metal vor. Anhand der Atemfrequenz und des Pupillendurchmessers der Tiere interpretierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass die Katzen mit Klassik auf den Ohren am entspanntesten waren – und Heavy Metal Stress verursachte. Nun ja: Da dürfte es so manchem Menschen ähnlich gehen.

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2. Schlaflos mit Katze

Wer mit einer Katze zusammenlebt, schläft weniger. Diese Hypothese stellten Forschende der schwedischen Uppsala Universität auf. Die zugehörige Studie ist im Wissenschaftsmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht. Katzenbesitzerinnen und -besitzer haben laut der Untersuchung ein signifikant höheres Risiko, zu wenig Schlaf zu bekommen – anders als Menschen mit Hunden oder ohne Haustiere.

Als ausreichende Schlafdauer definierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sieben Stunden. Unter den mehr als 4500 Probandinnen und Probanden im Alter von 50 bis 65 Jahren waren auch Menschen, die keine Haustiere besaßen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass es sich bei der Beobachtung der schlafraubenden Stubentiger um einen Zufallsbefund handele, so die Forschenden.

Ein möglicher Grund für die schlaflosen Nächte von Katzenmenschen: „Katzen haben einen Rhythmus, der nicht an die Menschen angepasst ist. Sie sind in der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv”, erklärt Christian Benedict, Mitautor der Studie, gegenüber „Bild“. Allerdings weisen die Forschenden auch darauf hin, dass Haustiere jeglicher Art den Schlaf ihrer Frauchen und Herrchen unter Umständen verbessern könnten. Hilfreich seien sie etwa für Personen mit Depressionen oder Angstzuständen.

3. Schöne Augen machen

Zwinkern Menschen einander zu, handelt es sich dabei oft um einen Flirt. Doch auch Katzen kann man mit dem richtigen Augenaufschlag für sich gewinnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der britischen University of Sussex. Mehrmals langsam blinzeln signalisiere dem Tier so etwas wie: Ich mag dich! Auch fremde Katzen würden sich einer unbekannten Person eher nähern, wenn diese sie langsam anblinzelt. „Es ist großartig, zeigen zu können, dass Katzen und Menschen auf diese Art miteinander kommunizieren können”, sagt Studienleiterin Prof. Karen McComb. Es sei das erste Mal, dass sich eine Studie experimentell mit dem langsamen Blinzeln in der Katze-Mensch-Kommunikation beschäftigt habe.

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4. Lieber Mensch statt Maus?

Fressen Katzen menschliche Leichen? Manche offenbar schon: Das zeigen die Beobachtungen einiger US-amerikanischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer Leichenfarm in Colorado. Zu Forschungszwecken liegen dort, fernab von jeglichen Siedlungen, menschliche Leichen draußen und werden täglich inspiziert. Welche Tiere an den Körpern fressen, zeichnet eine Wildkamera auf.

So entdeckten die Forschenden, dass dort zwei verwilderte Hauskatzen immer an den Leichen fraßen – besonders die weichen Teile von Schultern und Armen knabberten sie an. Ein laut den Fachleuten für die Familie der Katzen eher unübliches Verhalten: Deren Vertreter jagten gemeinhin lieber selbst, als bereits tote Lebewesen zu verspeisen.

5. Weniger tote Vögel durch hochwertiges Futter

Die Katze lässt das Mausen nicht: Doch so manchem Herrchen oder Frauchen graust es vor der mitgebrachten, erlegten Beute. Forschende der britischen Universität Exeter haben deshalb im Feldversuch mit 355 jagenden Katzen verschiedene Methoden getestet, die Samtpfoten vom Jagen abzuhalten. Recht effektiv erwies sich eine bunte Halskrause, durch die Vögel Katzen früher wahrnehmen können sollen. Tiere, die die Krause trugen, brachten im Vergleich zur Zeit vor dem Test sowie zur Kontrollgruppe 42 Prozent weniger Vögel nach Hause. Ein Glöckchen um den Hals habe dagegen keinen messbaren Effekt.

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Auch eine Ernährungsumstellung wirke sich auf die Jagdbegeisterung der Katzen aus. Servierten Herrchen und Frauchen Futter, das hauptsächlich Fleisch enthielt – und weder Tiermehl noch Getreide – , brachten ihre Tiere 33 Prozent weniger Kleinsäuger und 44 Prozent weniger Vögel heim. Es könne sein, dass der Katze bei pflanzlicher oder anderer Nahrung eine bestimmte Aminosäure oder ein anderer Mikronährstoff fehle, vermuten die Forschenden auch aufgrund früherer Studienergebnisse. Spielten Halterinnen oder Halter jeden Tag fünf bis zehn Minuten mit einer Katzenangel mit ihren Tieren, brachten sie ein Viertel weniger Beute mit nach Hause.

6. Ihre Menschen sind der Katze nicht egal

Ein Vorurteil gegenüber Samtpfoten lautet, dass ihnen ihre Herrchen und Frauchen egal sind – zumindest, solange die keinen Dosenöffner zur Hand haben. Dieses Stereotyp widerlegt eine Studie der Oregon State Universität. Katzen würden danach ähnlich enge Bindungen zu ihren Bezugspersonen eingehen wie Hunde oder junge Kinder.

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Untersucht wurde das Bindungsverhalten von 70 Jungtieren und 38 erwachsenen Katzen anhand eines Tests, der auch schon mit menschlichen Säuglingen durchgeführt wurde. Erst befanden sich Bezugsperson und Katze für zwei Minuten in einem neuem Raum. Dann verließ der Mensch den Raum für zwei Minuten. Danach verbrachte er abermals zwei Minuten mit seinem Tier in dem Raum.

Je nachdem, wie stabil die Beziehung zwischen Bezugsperson und Katze war, stromerte diese weiterhin neugierig durch den Raum (sichere Bindung) – oder sie wich ihrem Menschen nicht von der Seite oder ging ganz auf Abstand (unsichere Bindung). Die prozentualen Anteile sicher oder unsicher gebundener Katzen würden beinahe denen von Kindern zu ihren Bezugspersonen gleichen.

Und zum Schluss: ein paar Zahlen rund um Katzen

  • 34,9 Millionen Haustiere leben laut dem Onlineportal Statista insgesamt in Deutschland. Am häufigsten schleichen Katzen durch Wohnungen und Gärten, nämlich insgesamt 16,7 Millionen. Außerdem führen die Deutschen täglich 10,7 Millionen Hunde Gassi.
  • Am häufigsten riefen Herrchen und Frauchen ihre Katzen im Jahr 2021 Luna und ihre Kater Simba. Das ist ein Ergebnis einer Auswertung der Tierschutzorganisation Tasso. Auf Platz zwei und drei der beliebtesten Namen für Katzen folgen Nala und Lilli. Die Silbermedaille unter den Katernamen krallt sich Leo, auf dem dritten Platz landet Charly.
  • Im Schnitt werden Wohnungskatzen 15 Jahre alt, berichtet das Magazin „Deine Tierwelt“. Freigänger leben etwa drei bis fünf Jahre weniger. Kein Wunder: Von Autos bis Giftködern lauern draußen allerlei Gefahren. Die laut „Guinness World Records“ älteste Katze der Welt pirschte 38 Jahre und drei Tage lang über die Erde. Der Name des 1967 in den USA geborenen und 2005 gestorbenen Katers lautete Creme Puff.
  • Der Umsatz mit Katzenfutter in Deutschland liegt jährlich bei 1,8 Milliarden Euro, berichtet ebenfalls Statista. Mit Katzenstreu generieren Hersteller einen Umsatz von 305 Millionen Euro pro Jahr.

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