Suche nach Standort

Wegen Streit im Tierschutz-Verein: Oldenburger Katzenklappe ist geschlossen

Zwischen 60 und 80 Katzen werden in Oldenburg pro Jahr abgegeben.

Oldenburg. Dieser Streit hat weitreichende Folgen: Weil es beim Verein Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn intern Auseinandersetzungen gab, muss nun ein neuer Standort für die Katzenklappe in Oldenburg gesucht werden. „Aktuell können keine Tiere abgegeben werden, die beiden Katzenhäuser müssen abgebaut werden“, bestätigt der Vorsitzende Hans-Detlef Stölken. „Wir hoffen aber, dass wir bald ein neues Grundstück finden.“

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Nötig wird das, weil es zwischen dem Verein und der bisherigen Leiterin der Katzenklappe, die das Grundstück mit ihrem Mann gepachtet hat, zu Unstimmigkeiten gekommen war. „Die Pächter wollen nichts mehr mit uns zu tun haben und wir müssen das Grundstück räumen, weil es anderweitig genutzt werden soll“, sagt Stölken. Aktuell sei eine Tischlerin dabei, die beiden Häuser abzumontieren.

Ein Bild von einem der Katzenhäuser während der Bauphase.

Auch die bisherige Pächterin Perchta Krause bestätigt die Unstimmigkeiten. Man habe einfach verschiedene Auffassungen, wenn es um das Thema Tierschutz gehe. Sie betont aber auch: „Zum Wohle der Abgabetiere, die jetzt gegebenenfalls einfach ausgesetzt werden, hätten die Katzenklappe und die Katzenhäuser stehen bleiben können, bis der Vorstand eine Alternative gefunden hat.“

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Fakt ist: Die Suche nach eben diesem Standort läuft zwar, ist bisher aber erfolglos. „Eine neue Fläche könnte in Oldenburg oder Umgebung liegen und müsste etwa 100 Quadratmeter groß sein“, sagt der Vorsitzende. Die Ehrenamtler stehen jedenfalls bereit. „Wir sind 13 Helfer und die meisten wären auch an einem neuen Standort mit dabei“, sagt Hans-Detlef Stölken. Zudem brauchen die Helfer nicht viel, denn die Katzenhäuser verfügen über eine Solaranlage und sind damit autark.

So sehen die Häuser von innen aus.

60 bis 80 Katzen werden pro Jahr in Oldenburg abgegeben

Dass der Bedarf da ist, zeigen die Zahlen. Pro Jahr werden zwischen 60 und 80 Katzen an dem Oldenburger Standort abgegeben, die meisten von ihnen anonym. „Deshalb ist es natürlich schwer für uns, dass wir derzeit nur bedingt helfen können“, sagt Stölken. „Uns würden auch private Pflegestellen sehr helfen. Menschen, die für einen gewissen Zeitraum eine Katze aufnehmen – die Kosten für Futter und Tierarztbesuche übernimmt der Verein.“

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Kontakt gibt es über Hans-Detlef Stölken unter Telefon 043 62/77 33 oder per E-Mail an stoelken@t-online.de.

LN