Autobahn unter Wasser, Hagel so groß wie Golfbälle: 200.000 Blitze über Norddeutschland

200.000 Blitze sind bis Samstagmorgen über Norddeutschland niedergegangen.

Hamburg. Eine Gewitterfront mit rund 200.000 Blitzen, Hagel und starke Regenmassen ist am frühen Samstag über Teile Norddeutschlands gezogen. Die Autobahn 1 zwischen Lübeck und Hamburg stand bis zu 40 Zentimeter hoch unter Wasser, es kam zu mehreren Bahn-Ausfällen und Bränden nach Blitzeinschlägen.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor vor extremen Gewittern im Norden gewarnt. „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“, hieß es. Zudem stieg die Gefahr von Aquaplaning und Schäden durch die vielen Hagelschauer.

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So sah es am Sonnabendmorgen auf der A1 in Stormarn aus.
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Der Wetterdienst hatte für Samstag zahlreiche Warnungen für den Norden des Landes veröffentlicht. So wurde für Hamburg tagsüber heftiger Starkregen, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h vorausgesagt. Für viele Gebiete gab es Warnungen vor Hagelschlag mit Korngrößen von bis zu 4 Zentimeter. Es wurden knapp 200.000 Blitze gemessen mit Regenmengen zwischen 25 und 45 Litern.

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Gewitter, Sturm und Hagel auch in Niedersachsen

Für die Regionen Hannover und Uelzen sprach der Dienst am Morgen die höchste Unwetter-Warnstufe 4 aus. Gewitter, Sturm und Starkregionen zogen über das Gebiet hinweg. Dabei kamen auch zahlreiche golfballgroße Hagelkörner vom Himmel. In der Stadt Alfeld im Kreis Hildesheim waren rund 200 Feuerwehrleute seit dem frühen Morgen im Einsatz, um Straßen freizuräumen und vollgelaufene Häuser von Wasser und Schlamm zu befreien. In Dutzenden Häusern stand der Schlamm bis zu 30 Zentimeter hoch. Ein Hangrutsch blockierte eine Ortsdurchfahrt, auch die Bundesstraße 3 war zeitweise nicht passierbar.

Bereits zu Wochenbeginn waren heftige Hagelschauer im Raum München niedergegangen. Dabei wurden zahlreiche Autos teils schwer beschädigt. Zwei Menschen wurden durch den Hagelschlag verletzt.

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Für Sachsen, Thüringen und Bayern sprach der Wetterdienst hingegen Hitze- und UV-Warnungen aus. Dort stiegen die Temperaturen auch weit über 30 Grad an. Der Wetterdienst riet dazu, in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne zu meiden und auch im Schatten zu Sonnenbrille, Sonnencreme, langen Hosen und Hut.

Wie Wetterkontor berichtet, entspannt sich die Extremwetterlage in der Samstagnacht. Auch am Sonntag ist nur noch ortsweise mit Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen gehen dann auf 17 bis 18 Grad zurück.

Von RND/dpa