Leipziger Kontrolleure nach Würgeangriff fristlos entlassen

Eine Straßenbahn der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) fährt über die Straße. (Symbolbild)

Leipzig. Vor rund zwei Wochen hatte ein Mitarbeiter (56) der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) einen australischen Fahrgast (28) am Boden gewürgt, weil er keinen gültigen Fahrschein besaß. Ein Passant filmte die Szene. “Hören Sie auf, er stirbt”, rief einer der Beobachter. Die Hinweise ignorierte der Kontrolleur.

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Die LVB hatten auf den Vorfall am 16. Juli reagiert und den Mitarbeiter und einen weiteren Kollegen unverzüglich suspendiert. Nun wurden sie fristlos entlassen, berichtet die “Leipziger Volkszeitung” (LVZ).

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“Eskalation völlig unangemessen”

“Das Einschreiten unseres Teams war in der Eskalation allerdings völlig unangemessen. Deswegen haben wir uns jetzt von zwei Mitarbeitern unmittelbar getrennt”, sagt Frank Viereckl, Sprecher des LVB-Dachkonzerns Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, der “LVZ”. Insgesamt drei Zeugen hatten sich bei der Behörde gemeldet und gegen den 56-Jährigen ausgesagt.

Warum genau der Kontrolleur so gehandelt hat, ist noch unklar. Die Sprachbarriere könnte ein Grund für die Eskalation gewesen sein. Die Zeugen beobachteten, dass der Fahrgast kein Deutsch sprechen konnte und die Kontrolleure kein Englisch.

RND/nis