Fußball-Verbandsliga

SC Rapid trennt sich mit 1:1 von der SG Sarau/Bosau

Konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein: Robertino Borja, Trainer der SG Sarau/Bosau (Archivbild).

Hamberge/Glasau/Lübeck. SV Hamberge – SVG Pönitz 1:2. In die Freude über drei hart erkämpfte Punkte mischte sich bei SVG-Trainer Christian Born auch der Stolz auf die Mentalität seiner Mannschaft. "Wenn ich heute vor allem etwas loben kann, dann ist es die Einstellung meiner Jungs, die in der letzten halben Stunde mit einem dezimierten Kader den Kampf angenommen haben, das war genial!" Kevin Keinz hatte nach einer Freistoßflanke vollkommen unbehelligt von der Hamberger Verteidigung das 1:0 erzielt (11.). Kastriot Veselaj glich noch vor dem Pausenpfiff aus, schob nach starker Vorarbeit von Dankert in der Mitte stehend ein (32.). Nach einer langen Ballbesitzphase der Pönitzer erzielte Frederic Kopperschmidt nach einem Lauf über 35 Meter die erneute Führung für die Gäste (49.), die in der Folge die Spiellinie jedoch verloren. "Am Ende war es ein Kampfspiel", befand Born, während Hamberges Trainer Kambiz Tafazoli mit der Chancenverwertung seiner Jungs haderte – Marek Jasek und Veselaj vergaben je zweifach in vielversprechender Situation. "Pönitz hatte schon gute Ballstafetten, während wir bei den Gegentoren jeweils individuelle Fehler machen", erklärte Tafazoli, dessen Mannschaft bereits am Montag gegen den TSV Trittau spielt (14 Uhr) und vorher nicht mehr trainiert. Neben dem Auswärtssieg gab es noch eine weitere positive Nachricht aus dem SVG-Lager: Jona-Leander Mirbach-Unke feierte nach einjähriger Verletzungspause am Bernd-Wagner-Platz sein Comeback für die Pönitzer.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

SG Sarau/Bosau – SC Rapid Lübeck 1:1. "Nach den Ergebnissen der letzten Wochen war so ein Spiel heute wichtig für die Moral der Jungs", lobte SG-Trainer Robertino Borja seine Mannschaft für das 1:1. "Rapid ist zusammen mit Ratzeburg das Non-Plus-Ultra der Liga und es war ein harter Fight." In diesem gingen die Hausherren durch einen Treffer von Falk Espen Prieß in Führung, der nach Vorarbeit des über links durchstartenden Max Golovcanski das 1:0 erzielte (21.). Golovcanski erhielt von seinem Coach nach dem Spiel ebenso wie Torhüter Fabian Schacht ein Sonderlob. Beim noch vor dem Pausenpfiff fallenden 1:1 war Schacht jedoch machtlos, eine maßgeschneiderte Freistoßflanke von Tino Arp brachte Maximilian Hamann im SG-Tor unter (38.). Je näher sich die Partie ihrem Ende näherte, desto hektischer wurde sie. Schiedsrichter Mustafa Padak teilte in der Schlussviertelstunde gleich zwei Gelb-Rote Karten für Rapid-Akteure aus: Serdar Hassan (wdh. Foulspiel, 76.) und Arp (90.+3), dessen Platzverweis für anhaltendes Diskutieren Borja im Nachhinein als sehr hart einstufte, gingen vorzeitig vom Feld. "Es war heute das erwartet schwere Spiel gegen einen motivierten Gegner. Auch der Schiedsrichter war sehr motiviert und hat das Spiel in der ersten Viertelstunde sehr gut im Griff gehabt. Alles zusammen hatten wir heute unter dem Strich ein Chancenplus an klareren Torchancen, die vom gegnerischen Torhüter jedoch stark pariert wurden. Dennoch geht das Unentschieden auch aufgrund der kämpferischen Leistung des Gastgebers für mich in Ordnung", bilanziert Rapid-Trainer Christian Arp fair.

VfL Vorwerk – Eintracht Groß Grönau 3:0. Gegen ersatzgeschwächte Groß Grönauer zeigten die Vorwerker eine souveräne Vorstellung und übernehmen in der Tabelle den fünften Platz von der Eintracht. "Als Fünfter schläft es sich natürlich besser als als Sechster", kommentierte VfL-Trainer "Benny" Schramm und lobte, wie seine Schützlinge die drei Treffer rausgespielt hatten. Eine One-Touch-Kombi über mehrere Stationen wurde von Marcel Dahm – "der ist ein echter Neuner" (Schramm) – zum 1:0 verwertet (37.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff ließ Dahm einen Chipball von Enes Dagli mit der Brust klatschen und legte auf diese Weise für Knipser Abdullah Sahin auf, der auf 2:0 stellte (45.). Sahin steht mit nun 16 Treffern an der Spitze der Torschützenliste der Liga, auf Rang zwei folgt Ratzeburgs Sören Todt (13 Treffer). Den 3:0-Endstand besorgte am späten Samstagnachmittag Selim Sarikoc, der von einem sehenswerten Schlenzer des gerade erst eingewechselten Valmir Kelmendi profitierte (83.). Vorwerk bleibt mit dem Erfolg über die Lauenburger im bereits sechsten Spiel in Serie ungeschlagen.

Von Bend Strebel

LN