Schwartaus VfL-Jungs in Potsdam ausgekontert
Potsdam. Außer Spesen nichts gewesen: Mit einem 20:29 (8:15) beim 1. VfL Potsdam kassierten die A-Jugend-Handballer des VfL Bad Schwartau ihre siebte Bundesliga-Schlappe und dümpeln weiter auf dem vorletzten Platz der Nord-Ost-Staffel.
Busch springt für Nirsberger ein
Da Co-Trainer Joachim Traxel unter der Woche von seinem Posten zurückgetreten war, Chefcoach Martin Nirsberger kurzfristig wegen einer Magenschleimhautentzündung passen musste und Jan Schult mit Schwartaus Zweitliga-Männern bei Tusem Essen gefragt war, liefen die VfL-Jungs vor 40 Zuschauern in der Luftschiffhafen-Halle unter der Obhut von Abteilungsleiter Benjamin Busch, Felix Hirth und Katharina Oehlert auf. „Und trotz der jüngsten Pechsträhne sowie der ziemlich turbulenten Trainingswoche verkauften sie sich dort anfangs auch wirklich sehr gut“, berichtete Busch.
Bis zum 6:5 auf Augenhöhe
Tatsächlich waren beide Mannschaften bis zum 6:5-Anschluss (13.) durch Pascal Bormann auf Augenhöhe, ehe sich Melf Hagen kurz darauf am Knie verletzte und ausscheiden musste. Die Potsdamer nutzten diesen spürbaren „Knacks“ im Bad Schwartauer Spiel konsequent, setzten sich auf 9:5 (15.) ab und freuten sich zum Seitenwechsel nach etlichen „leichten“ Tempogegenstoß-Treffern über einen komfortablen Sieben-Tore-Vorsprung.
Statistik zum Spiel
VfL Bad Schwartau: Schröter, Müller-Belau – Bormann 5/1, Florian Hirth, M. Hagen je 3, Schramm, Barthel je 2, Deelmann, Swoboda, Reinke, Potz, N. Hagen je 1, Klepp, Potratz.
Beste Werfer Potsdam: Simic 8/2, Ademovic, Kazimierski je 5, Suana 4.
Siebenmeter: 3/2 – 2/1. Zeitstrafen: 3 – 4.
„In der zweiten Hälfte hat es zwar nicht mehr zur Wende gereicht. Aber die Jungs haben die Partie bis zum Abpfiff dann immerhin wieder recht ausgeglichen gestaltet, auch wenn unsere beiden Keeper nicht ihren allerstärksten Tag hatten“, erklärte Busch und räumte zudem ein: „Den Potsdamer Josip Simic haben wir nach Melfs Ausscheiden nicht mehr so gut in den Griff bekommen, so dass er allein acht Tore erzielen konnte.“
Andreas Oelker
LN