TSV Schönwalde nach 0:4-Klatsche gegen Gremersdorf noch lange nicht durch
Schönwalde/Oberkleveez/Oldenburg i.H./Malente/Fehmarn/Dersau. TSV Schönwalde – TSV Gremersdorf 0:4
Maurice Wagner schießt TSV Schönwalde ab
Nach dem 1:2 gegen den Oldenburger SV II musste der TSV Schönwalde am Samstag einen klaren Rückschlag hinnehmen, den es nun zu verdauen gilt. Lange Zeit dafür hat man nicht, denn schon am Mittwochabend gastiert man beim aktuellen Schlusslicht TSV Malente. 13 Minuten waren vorüber, da wurde Gremersdorfs Rene Klein im Strafraum umgerannt, sodass es Elfmeter für die Gäste gab. Maurice Wagner nutzte die Chance und war auch nach 36 Minuten zur Stelle, als ein Schönwalder Abwehrmann den Ball durch die Mitte klärte. Phil Baumgarn (40.) konnte noch vor der Pause erhöhen und am Jahnweg bereits für die Vorentscheidung sorgen. 52 Minuten waren vergangen, da gelang Wagner der dritte Streich – was ein Spiel des Angreifers. Vom Spitzenreiter kam bis auf zwei bis drei gute Abschlüsse insgesamt zu wenig und wenn, dann war Gremersdorf-Goalie Fabian Mandt auf der Hut. Durch den Sieg des TSV Lütjenburg ist der Aufstiegskampf in der Kreisliga Ost so spannend wie schon länger nicht mehr.
Christopher Kordts (Schönwalde): „Ohne Wenn und Aber haben wir zurecht verloren. Gremersdorf hat es wirklich stark gemacht und klasse gegen unsere Spieler gearbeitet. Bis auf zwei, drei gute Chancen haben sie nichts zugelassen und wir haben keine Ideen gehabt. Ein hochverdienter Sieg einer guten Gremersdorfer Truppe. Mittwoch geht’s weiter gegen Malente.“
Olaf Schlüter (Gremersdorf): „Völlig verdient 4:0 beim Spitzenreiter gewonnen. Zwei Torchancen haben wir zugelassen und das gegen die offensivstärkste Truppe aus der Liga. Ganz starke Vorstellung von uns. Wir wollten es von der ersten Minute an. Gute Zweikämpfe, der Wille, spielerisch top, Chancen genutzt – alles hat gepasst.“
TSV Lütjenburg dreht Spiel in zweiter Halbzeit
SV Fortuna Bösdorf – TSV Lütjenburg 1:2
Auf dem berüchtigten kleinen und holprigen Rasenplatz in Oberkleveez konnte sich der TSV Lütjenburg knapp behaupten. Zwar war man schon im ersten Durchgang das aktivere Team, ließ seine Chancen aber ungenutzt. Als man eine Flanke von rechts nicht konsequent genug verteidigte, setzte Dennis Mielke (37.) den Abpraller im zweiten Versuch ins lange Eck. In einem intensiven Spiel mit neun Verwarnungen kam der Tabellenzweite, der bei einem Spiel mehr nun punktgleich mit Schönwalde ist, immer besser in die Spur. Man wurde körperlich präsenter und fand den Weg über gewonnene Zweikämpfe bis in den Strafraum. Ein Elfmeter von Jerome Rose (68.) brachte den Ausgleich und Tony Heitner (75.) wurde zum Siegtorschützen. Am Ende hätte es von den Möglichkeiten auch 1:3 oder 1:4 stehen können. Lütjenburg hat auf jeden Fall untermauert, dass noch komplett mit ihnen zu rechnen ist.
Sebastian Witt (Lütjenburg): „Wir gewinnen völlig verdient in Bösdorf auf einem wieder schwierigen Geläuf. Bösdorf ist dafür bekannt, dass der Platz klein und eng ist. Aus dem Nichts gehen sie in Führung, da verteidigen wir die Flanke nicht konsequent. Zwei gute Aktionen haben wir dann eher schlecht zu Ende gespielt. Wir haben uns dann in der Pause besprochen und eine andere Marschroute an den Tag gelegt. Das hat gefruchtet, denn wir sind besser ins Eins gegen Eins gekommen. Wir wussten, dass wir kräftemäßig fitter sind als Bösdorf. Das hat sich am Ende ausgezahlt, wobei es schade ist, dass es nur beim 1:2 geblieben ist. Wir hätten noch mehr Tore machen können, deswegen blieb es bis zum Schluss spannend. Auch nächste Woche wollen wir dreifach punkten.“
Oldenburger SV II feiert Freistoßkönig Dennis Kowski
Oldenburger SV II – Eutin 08 II 4:0
Da OSV-Coach Jens Theuerkauf privat verhindert war, sprang Lars Brunner gegen Eutin II als Spielertrainer ein und coachte die die Truppe aktiv auf dem Feld. Eutin war zu Beginn das agilere Team und kam zu einer klaren Chance, die Keeper Mike Benecke stark halten konnte. Ab diesem Zeitpunkt steigerte man sich jedoch und hatte klare Möglichkeiten, so ging Marvins Freund Kopfball an die Latte. Dennis Kowski gelang es, binnen drei Minuten (29./32.) gleich zwei direkte Freistöße ins Netz zu befördern. In der zweiten Halbzeit waren es dann auch zwei Standards, die die Vorentscheidung bedeuteten. Nach Ecken köpften Dreierpacker Kowski (51.) und der eingewechselte Dennis Bräuer (71.) ein. Hannes Görtz und Diego Schulz hatten noch das 5:0 auf dem Fuß. Nach dieser Niederlage steht Eutin II vier Punkte vor einem Abstiegsplatz.
Lars Brunner (Oldenburg): „Nach unserem überraschenden Erfolg beim TSV Schönwalde hatten wir es mit der Wundertüte Eutin 08 II zu tun. Gerade in den Anfangsminuten waren wir noch nicht da und hatten Probleme mit den quirligen A-Jugendlichen von Eutin. Wir können uns nach einer tollen Parade im Eins gegen Eins bei Keeper Mike bedanken, das wir nicht in Rückstand geraten. Diese Aktion weckte uns dann auf und wir kamen besser ins Spiel. Wir hatten dann zwei sehr gute Abschlusschancen. Dennis Kowski konnte in der ersten Halbzeit zwei direkte Freistoßtore erzielen. Im Anschluss hatten wir noch zwei weitere Großchancen. Es war ein verdienter Sieg, obwohl Eutin in der ersten Halbzeit einen Treffer verdient gehabt hätte. Ich bin mit dem Ergebnis und der gezeigten Mannschaftsleistung absolut zufrieden. Aus einer guten Mannschaftsleistung stachen Mike Benecke, und Routinier Björn Wölk heraus. Ich möchte mich bei Ligaspieler Jan-Niclas Müller und Marie Teske bedanken, die mich heute von Außen toll unterstützt haben.“
Werner Steinfadt (Eutin): „Gegen den OSV II liefern wir ein eigentliches gutes Spiel ab. In der gegnerischen Hälfte spielen wir gefällig, nutzen aber unsere Torchancen nicht. Wir erspielen uns sicher vier oder fünf hundertprozentige Torchancen, scheitern am Oldenburger Schlussmann oder an uns selbst. In unserer Hälfte hatten wir nicht im den perfekten Zugriff auf die Oldenburger, sodass sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte, jedoch mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Mit zwei direkten Freistoßtoren und zwei Tore nach Ecke zeigte sich der OSV sehr effektiv. In den nächsten fünf Spielen wollen wir noch mindestens sechs Punkte holen, um die Klasse zu halten, aber dazu sind wir bereit.“
2:2: TSV Malente und SC Cismar treten auf der Stelle
TSV Malente – SC Cismar 2:2
Das ist eine Punkteteilung, die keins der beiden Teams, die akut vom Abstieg bedroht sind, so wirklich voranbringt. „Letztendlich gibt es dann heute zwei Verlierer und die anderen Truppen lachen sich kaputt“, meinte Malentes Trainer Stefan Schümann. Ein Eigentor des SCC-Spielers Nils Arnhold (21.) brachte Malente zunächst in Front, aber Pascal Sievers (38.) glich aus. Nach dem 2:1 von Fabian Riemann (78.) erhöhten sich die Siegchancen des weiterhin Tabellenletzten zwar, aber Cismar steckte nicht auf und kam durch Lennard Siebrecht (84.) doch noch zum späten Ausgleichstreffer. Beide Trainer lobten ausdrücklich die souveräne Vorstellung von Schiri Daniel Siemers. Mittwoch möchte Malente Tabellenführer Schönwalde ein Bein stellen. Der Zeitpunkt könnte dafür besser kaum sein.
Stefan Schümann (Malente): „Trotz der Brisanz im Tabellenkeller war es ein faires Spiel, was auch dem sehr guten Schiedsrichter Daniel Siemers zu verdanken ist. Wir hatten ein Chancenplus und hätten die Partie entscheiden könne. Wobei ich auch sagen muss, dass die Punkteteilung nicht ganz unverdient ist. Letztendlich gibt es dann heute zwei Verlierer und die anderen Truppen lachen sich kaputt. Egal, wir versuchen weiterhin alles und wollen am Mittwoch versuchen, Schönwalde ein bisschen zu ärgern. Die Verunsicherung ist deutlich spürbar und wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.“
André Hack (Cismar): „Gerechtes Unentschieden, mehr will ich nicht sagen. Der Schiedsrichter hat eine klasse Leistung gezeigt und war der beste Mann auf dem Platz.“
SpVgg Putlos nimmt Remis gegen SG Insel Fehmarn gerne mit
SG Insel Fehmarn – SpVgg Putlos 1:1
Vier Spiele ist die SpVgg Putlos in der Kreisliga Ost jetzt schon ungeschlagen und die Ergebnisse der Konkurrenz dürften dem Aufsteiger auch gut gefallen. Gegen Fehmarn kassierte man jedoch erst einmal ganz früh einen Heber von Dennis Petersen (2.). Putlos wurde inbesondere nach Standards gefährlich. So konnte Fehmarn in höchster Not den Versuch von Rumen Scheunemann auf der Linie klären. Dazu verfehlten Schüsse von Philipp Kruse und Lars Jürgensen ihr Ziel nur knapp. Sören Kölling (34.) setzte einen Freistoß aus dem Halbfeld per Aufsetzer ins Gehäuse, bei dem SG-Schlussmann Maximilian Merkle nicht so glücklich aussah. Morten Blendermann scheiterte per Freistoß an Putlos-Torwart Philipp Pries. Das vermeintliche Putloser 1:2 wurde wegen Abseits nicht gegeben. Ein Fernschuss von SG-Kapitän Fabian Plöger flog nach der Pause knapp am Tor vorbei und Blendermanns Versuch wurde noch im letzten Moment geklärt. Ansonsten gab es in Halbzeit Zwei nur wenige Torraumszenen.
Fabian Plöger (Fehmarn): „Ein ganz anderer Auftritt der Mannschaft, auch in puncto Körpersprache. Wir haben direkt gut gegengehalten und legen einen Start nach Maß hin. Mitte der ersten Halbzeit hatte Putlos eine kleine Drangphase, aber eigentlich wurden sie nur nach Standards gefährlich. Bei dem Freistoß kam Maxi leider nicht mehr ran, da war glaube ich aber auch die Sicht versperrt. Zweite Halbzeit können wir etwas mehr Druck ausüben und haben zwei gute Abschlüsse. Alles in allem eine gute Reaktion auf das letzte Spiel. Anhand der klaren Chancen waren wir vielleicht einen kleinen Tick vor Putlos. Aber ich denke, wenn man das ganze Spiel betrachtet, ist das 1:1 unterm Strich gerecht. Auf die Leistung lässt sich aufbauen und Dienstag steht bereits das Spiel gegen Bösdorf an.“
Wolfgang Ruge (Putlos): „Das 1:1 ist dann auch so okay. Wir mussten leider einige Umstellungen vornehmen, da sich Benny Berger im Spiel gegen Gremersdorf die Bänder am Knöchel gerissen hat und den Rest der Saison ausfällt. Auch Felix Prokoph fehlte verletzt mit einer Prellung. Tim Höhn war arbeiten und Poul Behrendt habe ich trotz Grippe noch spät eingewechselt. Der Start war sehr holprig und eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzten sie schon ganz früh. So mussten wir uns dann in das Spiel kämpfen und erarbeiteten uns in der Folge drei sehr gute Chancen. So musste dann ein direkt verwandelter Freistoß aus dem Halbfeld für den Ausgleich reichen. Ein aus meiner Sicht regulär rausgespieltes Tor wurde uns unmittelbar vor der Halbzeit wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt. Die zweite Halbzeit war sehr zweikampfbetont und zerfahren. Beide Mannschaften neutralisierten sich und Chancen waren Mangelware. Wir nehmen den Auswärtspunkt gerne mit in den Abstiegskampf. Die übrigen Ergebnisse spielen uns gut in die Karten.“
SG Sarau/Bosau II verliert unglücklich
ASV Dersau – SG Sarau/Bosau II 3:1
Die SG Sarau/Bosau II hat nach dem 1:0-Sieg über Fehmarn mit 1:3 beim ASV Dersau verloren. Schon nach neun Minuten musste ASVer Lion Boll verletzt ausscheiden. Jüngst nach diesem Wechsel fiel das 1:0 von Hendrik Ohler (9.). Auch Sarau war schon nach 36 Minuten zum Wechseln gezwungen, da bei Christoph August der Muskel dichtgemacht hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich Sarau aber und kam durch Jesse Jansen zu einer hochkarätigen Kopfballchance. Nach einer halben Stunde scheiterte Rick Jacobsen an Simon Ehrk. Das spielerische Übergewicht der Gäste führte sich im zweiten Abschnitt zunächst fort und nach 57 Minuten fiel das fällige 1:1. Nach einem Freistoß von Jannik Niebergall griff Ehrk ins Leere und so konnte Lasse Behrmann einschieben. Nach einem Ballverlust im defensiven Mittelfeldspieler traf Miles Thielecke (65.) mit einem Sonntagsschuss in den Winkel zum 2:1. Einen aus SG-Sicht zweifelhaften Elfmeter verwandelte Steffen Uhl (72.) auf 3:1. Nach mehrfachem Foulspiel musste Dersaus Christopher Willers in der 80. Minute mit gelb-rot vom Feld. Die SG Sarau/Bosau II steht mit 20 Punkten zwei Zähler vor der roten Zone.
Markus Beckmann (Sarau): „Das 1:0 war für mich ein klares Foulspiel an Linus, da er den Ball schon in der Hand hatte. Wir brauchten dann fast eine halbe Stunde, um ins Spiel zu kommen. Wir haben uns mit uns selbst beschäftigt und nach vorne ging gar nix. Das änderte sich nach einer halben Stunde, als nur noch wir gespielt haben und Dersau gar nicht mehr stattfand. Wir sind euphorisch aus der Halbzeit gekommen und haben weiterhin Übergewicht. Wir verdienen uns das 1:1, haben beim 2:1 aber gleich mehrfach Pech. Wir waren dran, aber wie es dann so ist, mussten wir einen Elfmeter hinnehmen, der aus meiner Sicht eher keiner war. Nach dem 3:1 wollten wir weiter Druck machen und waren nach der überfälligen gelb-roten in Überzahl. Er hätte schon viel früher vom Platz fliegen müssen. Wir konnten die Überzahl dann nicht ausnutzen. Kein verdienter Sieg für Dersau, sondern eigentlich mehr wie ein Unentschieden. Wir können trotzdem viel mitnehmen und haben gezeigt, dass wir mit Mannschaften aus dem oberen Bereich mithalten können. Ich bin optimistisch und habe richtig Bock auf das Rückspiel gegen sie.“
Der 23. Spieltag auf einen Blick:
Dienstag, 25. April:
SV Fortuna Bösdorf – SG Insel Fehmarn (18.45 Uhr)
Mittwoch, 26. April:
TSV Malente – TSV Schönwalde (19.00 Uhr)
Samstag, 29. April:
TSV Malente – SV Fortuna Bösdorf (14.00 Uhr)
TSV Gremersdorf – SG Insel Fehmarn (16.30 Uhr)
Eutin 08 II – TSV Schönwalde (16.30 Uhr)
SpVgg Putlos – ASV Dersau (18.00 Uhr)
Sonntag, 30. April:
SC Cismar – Oldenburger SV II (15.00 Uhr)
TuS Garbek – TSV Lütjenburg (15.00 Uhr)
Die Top-Torschützen der Kreisliga Ost:
1. Steffen Uhl (ASV Dersau): 17
2. Phil Baumgarn (TSV Gremersdorf): 15
3. Kevin Hübner (TSV Lütjenburg): 13
3. Maurice Wagner (TSV Gremersdorf): 13
LN