„Nichts über sie ohne sie“: US-Regierung verspricht Verbündeten Transparenz bei Dialog mit Moskau

US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus. Für Januar sind Gespräche zwischen den USA und Russland geplant. Es soll um den Ukraine-Konflikt gehen.

Washington. Die US-Regierung hat ihren Verbündeten in Europa mit Blick auf den geplanten Dialog mit Russland im Januar Transparenz und Solidarität versichert. Mit den Gesprächen wolle man „gemeinsame Ziele“ erreichen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Dienstag. Das Prinzip in Bezug auf die Verbündeten laute: „Nichts über sie ohne sie.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Es handle sich bei dem Austausch mit Russland im Rahmen des strategischen Sicherheitsdialogs aber um ein bilaterales Format, sagte Price weiter. In der Vergangenheit habe man die Verbündeten „stets umfassend und gründlich unterrichtet“. Man sei sich einig über eine „prinzipienfeste Diplomatie“ mit Russland.

Vertreter der USA und Russlands wollen am 10. Januar in Genf über den Ukraine-Konflikt und die von der Nato für Moskau geforderten Sicherheitsgarantien sprechen. „Die Russen wissen sehr wohl, dass die Vorschläge einige Dinge enthalten, die für die Vereinigten Staaten und unsere europäischen Verbündeten und Partner inakzeptabel sein werden“, sagte Price mit Blick auf die geforderten Sicherheitsgarantien. Er gehe aber davon aus, dass ein offener Dialog und eine offene Diplomatie konstruktiv sein könnten, um im Ukrainekonflikt zu deeskalieren.

US-Flugzeugträger bleibt im Mittelmeer

Der US-Flugzeugträger „USS Harry S. Truman“ und fünf begleitende Kriegsschiffe bleiben derweil wegen des Konflikts um die Ukraine länger als geplant im Mittelmeer. Die Flugzeugträgerkampfgruppe hätte eigentlich in die Golfregion verlegt werden sollen, doch Verteidigungsminister Lloyd Austin habe angeordnet, dass sie vorerst nicht abgezogen werden solle, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus dem Pentagon.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die US-Regierung wolle damit ihren Verbündeten und Partnern in der Region zusichern, dass sie militärisch präsent bleibe.

RND/dpa/AP